Terminübersicht

zur Übersicht: Termine im Juni, Juli, August, September

Freitag, 06. Mai | Theaterkeller | 20.oo Uhr  

| Bericht über die Karawane von Bamako zum Weltsozialforum Dakar |

Am 27. Januar starteten in Bamako (Mali) afrikanische MenschenrechtlerInnen, politische AktivistInnen und ehemalige Abgeschobene und protestierten öffentlichkeitswirksam für das Recht aller Menschen auf Bewegungsfreiheit und eine gerechte Entwicklung. Die Buskarawane führte über Zwischenstationen bis nach Dakar im Senegal, wo vom 6.-11. Februar das Weltsozialforum stattfand. Inhaltlich ging es bei der Karawane um die Situation und die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen – in den Transitländern genauso wie an den Außengrenzen bzw. innerhalb der EU – sowie um strukturelle Hintergründe von Flucht und Migration. Wesentliches Ziel ist der Aufbau transnationaler Kooperationen zwischen Basisinitiativen in Afrika und Europa. 

Riadh Ben Ammar aus Tunesien, Anti-Lager-Aktivist in Mecklenburg-Vorpommern, sowie Conni Gunßer, Mitglied des Flüchtlingsrats Hamburg und seit einigen Jahren in euro-afrikanischen Netzwerken aktiv, werden über ihre Reise berichten. Außerdem wird ein während der Tour gedrehter Videofilm gezeigt. Anschließend soll gemeinsam über Ziele und Ergebnisse der Tour sowie des Netzwerks Afrique-Europe-Interact diskutiert werden.

Mehr dazu: www.afrique-europe-interact.net www.fluechtlingsrat-hamburg.de

AK Asyl & Dienstagsplenum gegen Abschiebung und Rassismus
Freitag, 13. Mai 2011 | Theaterkeller | 20.oo Uhr 

| Veranstaltung „Mumia Abu-Jamal, politischer Gefangener im Todestrakt“ |

Mumia Abu-Jamal wurde 1982 wegen des angeblichen Mordes an einen Polizisten zum Tode verurteilt und sitzt seitdem im Todestrakt. Obwohl die Tatumstände unklar geblieben sind und sich Zeug_innen in Widersprüche verstrickt haben wurde er für schuldig befunden. Als ehemaliges Mitglied der Black Panther, Radiomoderator und Autor zahlreicher Bücher kritisiert und bekämpft er seit Jahren den Rassismus in den USA. Mit der Vollstreckung des Todesurteils soll er endgültig zum Schweigen gebracht werden. Der juristische sowie der politische Kampf von Unterstützer_innen konnte die Hinrichtung bislang verhindern. Mumia ist nur einer von Hunderten politischer Gefangener in den USA. Die Veranstaltung beschäftigt sich ebenfalls mit den gesellschaftlichen Hintergründen des Rassismus, der praktizierten Klassenjustiz sowie mit der aktuellen Praxis der Gefängnisindustrie und der Todesstrafe. 

Im Anschluss wird der Film „Justice on Trial“ (USA 2010, OmU) gezeigt, der Mumias Fall und die aktuelle Dringlichkeit beleuchtet und ein Überblick über die laufende Solidaritätsarbeit gegeben.

Mit einem Referenten vom Berliner FREE MUMIA Bündnis

Mehr Informationen: mumia-hoerbuch.de

AK Asyl & Dienstagsplenum gegen Abschiebung und Rassismus
Montag, 16. Mai 2011 | Theaterkeller | 20 Uhr 

| Diskussionsveranstaltung: Was ist Sozialchauvinismus – Ein Überblick

Nicht erst seit der Krise hat sich das gesellschaftliche Klima und die materielle Ungleichheit in Deutschland verschärft. Jedes arbeitsfähige Individuum hat zu beweisen und darzustellen, dass es willig ist, sich im Namen des Standorts krumm zu buckeln. Die massive Ausweitung von Niedriglohnjobs, die politische und mediale Hetze gegen vermeintliche Leistungsverweigerer und „Integrationsunwillige“ oder auch das Festkrallen an dem dreigliedrigen Schulsystem, machen deutlich das Sozialchauvinismus nicht nur ein Moment des Klassengegensatzes als solchen sind. Vielmehr geht es dabei um die Angst der BürgerInnen vor dem eigenen gesellschaftlichen Absturz. Um sich der inneren Verfasstheit bürgerlicher Ressentiments zu nähern, wollen wir mit euch das Thema Sozialchauvinismus diskutieren und laden euch herzlich zur Veranstaltung im Theaterkeller ein.
Redical [M]
Freitag, 20. Mai 2011 | Kino Lumiere | 19.oo Uhr 

| Gripstheater „SOS for Human Rights“ |

Bei dem Theaterstück „SOS for Human Rights“ geht es um Migration und Abschottung: Eine Rettungsplattform bildet den Spielort der Handlung, auf der die drei Hauptfiguren nach einem Schiffbruch auf dem Weg nach Europa stranden. Ihre persönlichen Geschichten des Hoffens und Scheiterns beruhen auf realen Schicksalen, die zu exemplarischen, fiktiven Figuren verarbeitet wurden. Das Stück macht auf die katastrophale Lage der Menschenrechte an den dichtgemachten Außengrenzen der Europäischen Union und die lebensgefährliche Reise der Migrant_innen, die zum verzweifelten Kampf ums Überleben wird, aufmerksam. Tausende von denen, die sich auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa aufmachen, finden dabei den Tod. Dieses Sterben und die Tatsache, das viele Menschen in Seenot nicht gerettet werden, da die Helfer_innen Kriminalisierung fürchten müssen, ist kein Teil der Berichterstattung in der BRD. Nach dem Stück gibt es Zeit mit dem Ensemble zu sprechen. Es können Wege und Mittel aufgezeigt werden, wie man sich als Einzelperson engagieren kann.  

Mehr Informationen: sos-for-human-rights.eu

AK Asyl & Dienstagsplenum gegen Abschiebung und Rassismus & AStA Uni Göttingen
Unterstützer_innen: Projekt Roma Center Göttingen e.V., Pro Asyl, DGB Jugend Göttingen, Theaterkeller, Kino Lumiere
Montag, 23. Mai | Cafe Kabale | 19:30 Uhr
| Diskussionsveranstaltung „Kultur und die Kulturalisierung sozialer Konflikte“ |
Kultur scheint für vieles verantwortlich zu sein – Jugendkriminalität, Bildung weltweiter Terrornetzwerke, massenhafte Integrationsverweigerung und eine Vorliebe für Obst- und Gemüsehandel. Dabei wird Kultur als homogen und deterministisch gedacht, angeblich bestimmt sie das Verhalten von Menschen, die selbst, deren Eltern oder Großeltern aus anderen Ländern nach Deutschland gekommen sind. Was es mit dem populären Begriff der Kultur auf sich hat, wie Kulturalisierung soziale Konflikte zu kulturellen macht und warum auch vermeintlich progressive Konzepte wie Multi- oder Interkulturalität ihre Tücken haben, wollen wir mit dieser Veranstaltung beleuchten.
Redical [M]
Donnerstag, 26. Mai | JuzI | 19.3o Uhr 

| Informationsveranstaltung zu FRONTEX |

Die EU-Regierungen haben die nordafrikanischen Machthaber hofiert und gestützt – dem libyschen Diktator, dem marokkanischen Machthaber und auch dem gestürzten tunesischen Regime wurden Millionen gezahlt und Überwachungstechnik geliefert. Die Despoten wurden umso wichtigere „Partner“, je effektiver sie als Wachhunde für ein vorverlagertes EU-Grenzregime fungierten. Tausendfacher Tod und Leid auf See, in den Wüsten und in den Internierungslagern sind die Folgen dieser Komplizenschaft. Die Revolutionen markieren jetzt das mögliche Scheitern dieser Ausgrenzung der EU im Mittelmeerraum. Angesichts der Migrationsbewegungen wird nun einmal mehr das Bedrohungsszenario der Überflutung bemüht, um die europäische Grenzschutzagentur Frontex in Stellung zu bringen. Sie ergänzt und erweitert die nationalen Kontrollsysteme, die seit Jahrzehnten auf Abschreckung und Kriminalisierung der Migrationsbewegungen zielen. Frontex soll nun auch verstärkt vor Nordafrika zum Einsatz gebracht werden. 

Diskussionsveranstaltung mit Hagen Kopp von „Kein Mensch ist illegal“ aus Hanau

AK Asyl & Dienstagsplenum gegen Abschiebung und Rassismus
Montag 30. Mai | t.b.a. | t.b.a. 

| Diskussionsveranstaltung: „Krise-Osten-Regression“, Thomasz Konicz |

Was wissen wir eigentlich von den Verhältnissen Osteuropas? Wie haben sich diese Regionen in der Postsowjetära entwickelt und wie stehen diese Ökonomien im Rahmen der Krise da? Welche politisch, gesellschaftlichen Reaktionen gab es auf die Krise und wieso hat vor allem der Antiziganismus eine zentrale ideologische Basis und worauf fußt diese? Um diese Fragen und viele weitere Punkte ansatzweise zu verstehen, laden wir einen Experten auf diesem Gebiet ein.  

Thomasz Konicz gibt uns einen Einblick in die Verhältnisse Osteuropas und wird gerne auf eure Fragen antworten und mit uns diskutieren.

Redical [M]
Donnerstag, 9. Juni | Theaterkeller | 19.3o Uhr 

Freiheit statt Frontex – Bericht von einer Recherche- und Kontaktreise nach Tunesien

Im Mai 2011 machten sich Aktivist_innen der drei Netzwerke »Welcome to Europe«, »Afrique-Europe-Interact« und »kritische Migrations- und Grenzregimeforschung« auf den Weg nach Tunesien, um vor Ort die Möglichkeiten transnationaler Solidarität und
Zusammenarbeitauszuloten.
Bernd Kasparek (kritknet) wird von der Reise und der aktuellen Situ- ation dort berichten.
Gruppe Gegenstrom Göttingen
Montag, 13. Juni | Kino Lumiere | 20.oo Uhr 

| Lesung „Deutschland Schwarz Weiß“, Noah Sow |

Rassismus in Deutschland? Ja, aber ist das nicht doch nur ein Randphänomen? Wir gehören natürlich zu den „Guten“ – wir wissen genau, was Rassismus ist und wie er sich zeigt. Und wir sind selbstverständlich dagegen immun. Oder etwa nicht? Die Autorin und Musikerin Noah Sow räumt mit solchen bequemen Vorstellungen grundlegend auf: In deutlicher Sprache und mit tiefgründigem Humor entlarvt sie den ganz gewöhnlichen, alltäglichen Rassismus, der oft als solcher gar nicht erkannt wird. Dieses Buch soll aufklären, eingefahrene Denkmuster aufbrechen und ein waches Bewusstsein dafür wecken, wie sehr Rassismus ein Teil der Lebenswelt aller Menschen in Deutschland ist. Und es liefert Anregungen und Anstöße für ein wirklich rassismusfreies Miteinander. 

Noah Sow, in Bayern geboren und aufgewachsen, arbeitet seit ihrem achtzehnten Lebensjahr fürs Radio. Sie lebt seit 1998 in Hamburg und ist Musikerin, Sprecherin, Hörspielautorin und Produzentin. Jungen Erwachsenen ist sie bekannt durch langjährige Personality-Sendungen bei WDR Einslive, HR3, Radio Fritz und YOUFM sowie durch zahlreiche Aktivitäten im TV.

Mehr zum Buch: deutschlandschwarzweiss.de

AK Asyl & Dienstagsplenum gegen Abschiebung und Rassismus,            mit Unterstützung von Kino Lumiere und Theaterkeller
Dienstag, 14. Juni | JuzI | 20.oo Uhr
 

| Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Innenministerkonferenz |

Die jährliche Konferenz der Innenminister der Bundesländer (IMK) findet vom 21. – 22. Juni in Frankfurt/Main statt. Die IMK ist eine der zentralen Institutionen, in der über die weitere Entwicklung der deutschen Innenpolitik diskutiert und entschieden wird. Ob die Einschränkung des Versammlungsrechts, „Loyalitätstests“ für EinwanderInnen oder die brutale Abschottung Europas gegen MigrantInnen. Gründe gibt es genug, um gegen die politische Praxis der IMK auf die Straße zu gehen. Auch aus Göttingen ruft ein breites Bündnis im Rahmen der Kampagne „Migration Beats – gegen Ausgrenzung & Integration“ dazu auf, sich an den Gegenprotesten in Frankfurt zu beteiligen. In der Infoveranstaltung wird es einerseits um praktische Informationen zu den geplanten Gegenprotesten gehen, wie etwa der bundesweite Demonstration am 22.6 um 18 Uhr. Auf der anderen Seite werden wir die inhaltlichen, politischen & funktionalen Hintergründe der IMK im Rahmen von Staat & dem kapitalistischen Normalvollzug näher beleuchten.  

Mehr Informationen: umsganze.de | imkaufloesen.blogsport.de

Redical [M] und Gruppe Gegenstrom

In Hinblick auf soziale Kämpfe, war und ist Frankreich mit den Bildern von Fabrikbesetzungen, Straßenschlachten und gekidnappten Firmenchefs nicht selten Wunschbild vieler Linker. Aber wer dort, in welcher Form und wie organisiert ist oder für was gekämpft wird, ist schwer zu durchblicken. Wo also liegen die Grenzen. Welche Perspektiven haben die jeweiligen Bewegungen? Gibt es relevante linksradikale Kräfte? Einleitend wird der Referent die derzeitige gesellschaftliche Formation skizzieren und einen Einblick über die Krisenverwaltung oder -bewältigung in Frankreich, die aktuellen gesellschaftlichen Konflikte und deren Akteure sowie die laufenden Proteste geben. Bernhard Schmid lebt und arbeitet als Anwalt & Journalist in Frankreich und schreibt regelmäßig für jungle world und konkret.
Redical [M]
Samstag, 25. Juni | Wagenplatz | 19.oo Uhr 

| Filmvorführung „Wir haben das alles satt!“ über Les Réfugiés – eine Band aus dem Flüchtlingslager Blankenburg / danach Konzert |

Dokumentarfilm, Oldenburg – 2008, ca. 63 Min. Die Filmemacherinnen Mehrandokht Feizi, Asylbewerberin aus dem Iran, und Rebekka Schaefer haben die Band in einem Zeitraum von zehn Monaten mit der Kamera begleitet, und dieses eindrucksvolle Portrait erstellt. 

Im Oktober 2006 streiken, demonstrieren und fordern die Flüchtlinge im Lager Blankenburg/Oldenburg ihr Recht auf ein menschenwürdiges Leben ein. Während des Streiks kommen Flüchtlinge zusammen, die ihre Wut und ihren Protest mit Musik nach außen tragen.

Kurz danach gründen Leo de l‘Est, Makombe und Rodrigo die Band „Les Réfugiés“, die auch heute bundesweit auftritt. In ihren Texten erzählen sie vom Leben in der Isolation, der permanenten Angst vor Abschiebung, der unmenschlichen Situation im Lager, von Rassismus und Kolonialismus aber auch von ihrer Hoffnung auf Gerechtigkeit. Diese Realität, in die sie hier gezwungen werden, nehmen sie nicht hin und ihre Musik verstehen sie als Teil des Kampfes um Veränderung.

Mehr Musik: Les Réfugiés auf myspace

AK Asyl & Dienstagsplenum gegen Abschiebung und Rassismus
Donnerstag, 7.Juli | Theaterkeller | 20.3o Uhr 

| Film: kanal B „Die Strategie der Strohhalme“ |

Die Region Delhi ist in den letzten 20 Jahren zu einem der größten Industriezentren der Welt aufgestiegen. Die nötige Arbeitskraft kommt aus den ärmeren Regionen Indiens, wo der ländlichen Bevölkerung das Überleben immer schwerer gemacht wird.
So kommt es, dass im Industriegürtel von Delhi vier bis fünf Millionen Industriearbeiterinnen und Industriearbeiter bereit sind, ihre Gesundheit zu ruinieren für Löhne, die kaum das Überleben ihrer Familien sichern.
Die Menschen sind dieser Situation fast ohnmächtig ausgeliefert, dennoch suchen sie nach erfolgreichen Formen kollektiven Widerstands.Wir zeigen den Film und geben einen Anstoß zum weiteren Gespräch. Eventuell kommt auch ein_e Referent_in von kanalB.  

Mehr Informationen: kanalb.org

Donnerstag, 14.Juli 2011 | ver.di Göttingen | 19.3o Uhr 

| Veranstaltung:“ Lasst es uns Rassismus nennen!“ |

Die Angst vor dem „Fremden“ und der Hass auf das „Andere“ prägen weiterhin große Teile der Gesellschaft. Aber Rassismus ist nicht starr, er wandelt sich und passt sich den veränderten Verhältnissen an. Die Grenzen der Exklusion und Inklusion, von „wir“ und „die“, verschieben sich im öffentlichen Diskurs, und damit ändern sich auch die Feindbilder. Diskurse, Politiken und Praktiken produzieren heutzutage systematisch Ausgrenzung und Diskriminierung, ohne sich explizit und vorsätzlich rassistischer Begründungs- und Deutungsmuster zu bedienen.In der Veranstaltung wird es darum gehen, wie sich der Rassismus in Deutschland im Laufe der letzten Jahrzehnte geändert hat, wie er heute in Erscheinung tritt und welche Funktion er erfüllt. 

Referent: Vassilis Tsianos (Soziologe an der Universität Hamburg; arbeitet aktuell zu „postliberalem Rassismus“; u.a. bei Kanak Attak und dem Netzwerk Kritische Migrationsforschung kritnet aktiv)

Mehr Informationen: kritnet.org

Gruppe Gegenstrom Göttingen
Freitag, 19. August 2011 | MUSA | 20.3o Uhr 

| Konzert mit Microphone Mafia + Esther, Edna und Joram Bejarano

Esther Bejarano, heute 86 Jahre alt, wurde unter den Nazis als Jüdin verfolgt und überlebte das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Seit Jahrzehnten spielt sie mit ihren Kindern Edna und Joram in ihrer Band „Coincidence“ Lieder aus dem antifaschistischen und jüdischen Widerstand und tritt öffentlich gegen Neofaschismus in Erscheinung. Die Musiker von der Rap Band Microphone Mafia haben ihre Lieder gesampelt und ein gemeinsames Album produziert. Eine spannende Mischung aus Rap und Folklore, Gedenken und Widerstand, Hoffnung und Wut.
Musik und Infos: microphone-mafia.com | myspace.com/testanera
Samstag, 10. September 2011 | JuzI | 22.oo Uhr 

| Konzert mit Chaoze One und Lotta C|

Chaoze One ist ein Kontrast zum sexistischen und homophoben Einheitsbrei der Hip Hop Szene. Neben unzähligen Gigs auf Kleinlastern, um Demonstrationen musikalisch zu begleiten, brachte er sich in politischen Kampagnen ein und tritt dort auf, wo Rassismus und Diskriminierungen ein deutlicher Bestandteil des Alltags sind. Über seine Ziele sagt er: „Wünschenswert wäre es, einen gesellschaftlichen Bewusstseinsprozess in Gang zu setzen. Das ist mein utopischer Traum. Ich will Öffentlichkeit schaffen, z.B. gegen rassistische Gesetze, was unsere Asylpolitik angeht, oder gegen soziale Ungerechtigkeit, was Neoliberalismus und prekäre Beschäftigungsverhältnisse betrifft.“ Zusammen tritt er auf mit Lotta C, die anfangs skeptisch über eine Musikrichtung war, „in der schwanzgesteuerte Hormonschleudern den Ton angeben, Frauen beschimpfen und in ihren unglaublich gefährlichen Reihenhaussiedlingen einen auf supergefährlich machen (Idioten!)…“ Mittlerweile ist Rap eine ihrer „Möglichkeiten zu sagen, was mich in diesem Land ankotzt. Rap ist für mich die Rhyme Guerilla, ist meine Waffe, mein Sprachrohr und mein Spiegel.“ 

Mehr Musik: chaoze one | myspace.com/lottac |

20. Oktober 2011 | 20 Uhr | t.b.a.
 

| Film „Willkommen Zuhause“ |

Ein Film über Abschiebungen von Roma, ihr Leben als Geduldete
in Deutschland, ihre Lage im Kosovo und den Wiederstand der Kampagne alle bleiben!Mehr dazu unter www.alle-bleiben.info

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